Mit dem DHB unterwegs: Elias Newel war am vergangenen Samstag mit 13 Toren der herausragende HCOB-Akteur in Kornwestheim. Am Montagmorgen saß er im Zug zum Kurzlehrgang mit der U21-Nationalmannschaft in Warendorf (bei Münster). Verglichen mit dem Lehrgang zuvor war das eine Kurzstrecke, denn Mitte März war der 20-Jährige mit der Juniorenauswahl des DHB auf dem afrikanischen Kontinent. „Sportlich gesehen lief es nicht optimal. Wir haben zweimal gegen Ägypten verloren und waren damit nicht zufrieden“, berichtet Elias Newel. „Kulturell war es jedoch sehr interessant und natürlich auch ganz anders. Wir waren mitten in Kairo und konnten dort die Armut hautnah erleben. Die Pyramiden waren allerdings ein unfassbar beeindruckendes Erlebnis.“ Er freut sich übers gute Abschneiden mit dem HCOB in dieser Saison: „Die gute Breite und Qualität im Kader sorgen meiner Meinung nach für die souveräne Saison. Wir können jedes Spiel durchwechseln, bis einer funktioniert. Man kann vor einem Spiel nicht wirklich sagen, wer heute zehn Tore werfen wird.“ Trotz Dreifachbelastung beim DHB, beim HCOB und beim Bundesligisten Frisch Auf Göppingen freut sich Elias Newel auf die Aufstiegsspiele zur zweiten Bundesliga, die zunehmend in den Fokus rücken. „Für die Aufstiegsspiele wollen wir vor allem dafür sorgen, dass alle Wehwehchen, die sich über die lange Saison angesammelt haben, abklingen und so viele verletzte Spieler wie möglich wieder fit werden“, sagt Elias Newel. „In den Spielen selbst müssen wir unsere Bestleistung abrufen, in Drucksituationen einen klaren Kopf bewahren und clever auftreten.“ Deshalb sei ein Sieg gegen den HBW II wichtig, „um nach der Niederlage in Kornwestheim wieder ein gutes Gefühl zu bekommen. Dieser ‚Gewinnerflow‘ soll uns dann mit in die Aufstiegsspiele nehmen.“ Für Elias Newel könnte es direkt im Anschluss daran weitergehen, Ende Juni findet in Polen die U21-Weltmeisterschaft statt.
Die aktuelle Lage: Nach 24 Siegen in Serie unterlag der HCOB in Kornwestheim. „Grundlegend freuen wir uns darüber nicht und wir waren auch enttäuscht“, sagt Trainer Stephan Just. Aber: „Um es plakativ zu sagen: Lieber verlieren wir in Kornwestheim als in ein paar Wochen gegen Rostock.“ Seine Mannschaft habe sich in Kornwestheim nach einem Rückstand gut in die Partie zurückgekämpft, am Ende aber nicht clever genug agiert. „Ein paar Mal haben wir zu viel Risiko genommen“, findet Stephan Just, setzt aber auf den Lerneffekt. Und Kornwestheim habe vieles gut gemacht, „letztlich war das eines dieser Spiele, die wir haben wollen.“ Vor allem, wenn es gelingt, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. Mit dem HBW Balingen-Weilstetten II wartet nun ein Team auf den HCOB, das nach einer sehr guten Vorrunde in der Spitzengruppe mitmischte, zuletzt aber personelle Schwierigkeiten hatte und deshalb nicht mehr regelmäßig siegte. Die Vorbereitung aufs Spiel sei deshalb von einigen Variablen geprägt. „An der Grundidee der Balingen Spielweise wird sich nichts ändern“, vermutet Stephan Just, „aber es können natürlich Überraschungen auf uns zukommen.“ Sein Team wird personell in derselben Konstellation wie zuletzt auflaufen, sprich: ohne Lukas Rauh, Luis Foege, Martin Schmiedt und Tim Goßner. Bei den Außenspielern Schmiedt und Goßner hofft man beim HCOB, dass sie in den Wochen nach Ostern wieder mitmischen können.
Der Blick nach vorne: Noch vier Spieltage sind in den Dritten Ligen zu absolvieren. Die Anzeichen, dass der HC Oppenweiler/Backnang in der ersten Runde der Aufstiegsrunde auf den HC Empor Rostock trifft, verdichten sich. Der Club von der Ostsee wird mit einer großen Wahrscheinlichkeit Zweiter der Nord-Ost-Staffel. HCOB-Trainer Stephan Just verrät, „dass ich mich bereits ein bisschen mit ihnen beschäftigt habe und auch in einige Spiele von ihnen hineingeschaut habe.“ Die genaue Analyse steht aber noch an. „Die Aufgaben vorher sind ebenfalls wichtig“, darum laufe die Vorbereitung auf die restlichen Ligaspiele unverändert. Auf der organisatorischen Ebene ist klar: Der HCOB wird am 17. oder 18. Mai beim HC Empor Rostock antreten. Das Rückspiel findet am Wochenende darauf (24./25. Mai) in der MURRTAL-ARENA statt. Setzen sich die HCOB-Akteure durch, haben sie in der Woche darauf das nächste Heimspiel. Es ginge gegen den Sieger des Duells zwischen dem Staffelsieger aus dem Nord-Westen (Hildesheim oder Emsdetten) und dem Zweiten aus dem Süd-Westen (vermutlich Gelnhausen). Die Entscheidung über den Aufstieg fiele Anfang Juni also auswärts.
Rund ums Spiel
Die Begegnung wird live auf Sportdeutschland.TV gestreamt.
Eintrittskarten gibt es unter www.hcob.de/tickets und an der Abendkasse.